Frauen und Mädchen wenden sich an uns, weil sie
- sexualisierte Gewalt erlebt haben.
- vermuten, sexualisierte Gewalt erlebt zu haben.
- am Arbeits- oder Ausbildungsplatz sexuell belästigt werden.
- weil sie Unterstützung und Rat für eine bevorstehende Gerichtsverhandlung suchen.
- überlegen, ob sie eine Straftat anzeigen sollen oder nicht.
- Möglichkeiten suchen, sich selbst zu schützen.
- Unterstützung brauchen bei der Begleitung einer Freundin, Tochter, ...,
die sexualisierte Gewalt erlebt hat (hier können sich Männer auch an uns wenden)
- auf der Suche nach therapeutischen Angeboten zur Aufarbeitung erlittener Gewalt sind.
"Frauen kommen zu uns in Beratung, weil...", das klingt so einfach, so selbstverständlich.
Für viele Betroffene ist es ein langer und schwieriger Weg, gepflastert mit gesellschaftlichen Mythen,
Vorurteilen und Stolpersteinen, bis sie zum NOTRUF kommen.
Überlegungen wie "Was werden die wohl mit mir machen...?","Wird mir dort womöglich
etwas eingeredet oder auch ausgeredet?" bis hin zu "Werden die mir überhaupt glauben?",
lassen viele Frauen zögern.
Häufige Befürchtungen von Frauen sind, dass über ihren Kopf hinweg bestimmt und definiert wird,
was mit ihnen "eigentlich" los ist, wie sie sich fühlen sollen oder müssen. Sie sind misstrauisch,
ob die Beratungsstelle ihnen vorschreiben will, was sie am besten tun sollen.
Auch der Name NOTRUF kann zu Verwirrungen führen:
"Kann ich dort nur anrufen, wenn ich mich in einer akuten Notlage befinde,
oder nur dann, wenn es mir ganz, ganz schlecht geht?"
"Ist das, was ich erlebt habe "schlimm" genug, dass ich Beratung in Anspruch nehmen kann?" ...
Diese und ähnliche Zweifel wollen wir ausräumen . . .